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Stress – und wie wir ihn besser aushalten (und bewältigen) können

  • Autorenbild: RESPIRE Establishment
    RESPIRE Establishment
  • 26. Aug. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

„Ich bin im Stress.- ich muss noch schnell…” Diesen Satz hast du bestimmt schon einmal gesagt – oder gedacht. Vielleicht heute. Vielleicht gestern. Vielleicht jeden Tag.

Aber was genau ist eigentlich Stress? Und warum fühlt er sich manchmal an wie ein innerer Notfall – obwohl kein Feuer brennt?


Stress: Wenn der Körper auf Alarm schaltet

Ursprünglich ist Stress eine kluge Erfindung der Natur. Ein uraltes Alarmsystem, das uns auf Gefahr vorbereitet: Herzschlag hoch, Muskeln angespannt, Aufmerksamkeit auf 100 %.

Der Körper schüttet Adrenalin und Cortisol aus – Stresshormone, die uns in Sekunden in den „Fight-or-Flight“-Modus bringen. Früher war das wichtig, um dem Säbelzahntiger zu entkommen. Heute reagieren wir genauso – nur ist der „Tiger“ meist ein voller Terminkalender, eine Deadline oder ein Konflikt, eine Überforderung.


Guter Stress, schlechter Stress?

Ja, den Unterschied gibt es wirklich. Eustress – das ist der positive Stress. Wenn du unter Druck etwas schaffst, was dir wichtig ist. Wenn dein Herz schneller schlägt, weil du aufgeregt bist – nicht ängstlich. Er kann motivieren, uns antreiben, sogar glücklich machen.


Disstress – das ist der negative Stress. Wenn du das Gefühl hast, den Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein. Wenn dein Körper ständig unter Spannung steht, du nicht mehr abschalten kannst, die Gedanken kreisen und der Schlaf ausbleibt.


Nur wichtig dabei ist, dass dein Hirn zwischen den beiden nicht unterscheiden kann und es braucht die Regeneration um wieder neu durchzustarten.


Stress kann einen vereinnahmen - wichtig ist, wie du damit umgehst

Die Stressspirale: Wenn es zu viel wird

Stress ist nicht immer laut. Manchmal schleicht er sich an. Ein bisschen Zeitdruck hier, ein Konflikt dort, ein Termin dort, ein Treffen hier, eine Verantwortung dort, eine Erledigung hier…  – und plötzlich ist da ein Dauerzustand aus innerer Unruhe, Gereiztheit oder völliger Erschöpfung. Das Abschalten, das erholsame Entspannen gelingt plötzlich nicht mehr.

Typische Anzeichen können sein:


  • Konzentrationsprobleme

  • Verspannungen, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit

  • Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen

  • Appetitlosigkeit oder Heißhunger

  • das Gefühl, „neben sich zu stehen“


Bleibt dieser Zustand über Wochen oder Monate bestehen, kann er ernsthaft krank machen – körperlich und psychisch.


Warum wir so unterschiedlich auf Stress reagieren

Nicht jeder Mensch reagiert gleich. Was für die eine Person eine spannende Herausforderung ist, bringt die andere an ihre Grenzen. Ob Stress zum Problem wird, hängt davon ab:


  • wie wir eine Situation bewerten

  • welche Bewältigungsstrategien und Ressourcen wir haben

  • wie es aktuell um unsere körperliche und mentale Verfassung steht


Hier kommt der Begriff Resilienz ins Spiel: unsere innere Widerstandskraft. Sie wächst mit Erfahrung, Selbstfürsorge und Unterstützung sowie Tools und Ressourcen zum Ausgleich.


Stress verstehen – und annehmen

Ein wichtiger Schritt im Umgang mit Stress ist: Wahrnehmen was gerade passiert. Oft kämpfen wir gegen Symptome, statt auf Ursachen zu schauen. 

Manchmal hilft es schon, innezuhalten und sich zu fragen: Was genau stresst mich gerade? Kann ich etwas daran ändern – oder meine Haltung dazu? Was brauche ich jetzt wirklich?

Und was hilft konkret?

👉 Bewegung: Schon 20 Minuten Spazierengehen entspannen 

👉 Atmen: Bewusstes, langsames, langes Ausatmen beruhigt das Nervensystem. 

👉 Nein sagen: Nicht alles muss heute geschehen. Nicht alles muss perfekt sein. 

👉 Erholungsinseln schaffen: Rituale, Pausen, Me-Time – ganz ohne schlechtes Gewissen. 

👉 Reden: Herausforderungen und Emotionen werde leichter, wenn wir sie teilen.


Und:

Selbstmitgefühl statt Selbstoptimierung. Du bist kein Roboter. Du bist ein Mensch. Und du darfst müde sein.


Fazit: Stress ist keine Schwäche

Stress ist Teil unseres Lebens – manchmal hilfreich, manchmal lähmend.

Der Mensch ist generell (höchst) leistungsfähig, solange er Stress und Überforderung ausgleicht. 

Wichtig ist, dass wir lernen, ihn wahrzunehmen, anzunehmen und – wo möglich – sein Verhalten zu verändern. Nicht immer sofort. Aber Schritt für Schritt.

Du musst nicht alles im Griff haben. Aber du darfst dir erlauben, gut für dich zu sorgen.






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